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VoViNam


Trainingszeiten

Kinder u. Jugendliche:
Dienstags 17:00 - 18:30 (Judo Dojo)
Samstags 16:00 - 18:00 (großer Saal)

Erwachsene:
Dienstags 18:00 - 19:30 (Judo Dojo)
Samstags 18:00 - 19:30 (großer Saal)

Was ist VoViNam?

Vovinam Viêt Võ Dao ist eine vietnamesische Kampfkunst, die im Jahre 1938 vom verstorbenen Großmeister Nguyen Loc gegründet wurde. Vovinam Viêt Võ Dao wurde neben der Selbstverteidigung auch mit dem Ziel der Gesundheiterhaltung und der persönlichen Entwicklung kreiert.

Vovinam umfasst Hand- und Ellenbogentechniken, Fußkicks, Fußfeger, Würfe und Hebeltechniken. Trainiert werden Angriffs- und Abwehrtechniken, Befreiungstechniken, Fußtechniken, Formen, Freikampf und der traditionelle Ringkampf.

Selbstverteidigungstechniken behandeln unter anderem die Verteidigung gegen Würgen, Festhalten, Messer- sowie Schwertangriffe.

Fortgeschrittene lernen die Techniken vielfältig zu kombinieren und sich gegen bewaffnete Gegner zu verteidigen. In der Trainerstufe wird der Umgang mit traditionellen Waffen, wie Langstock, Messer, Schwert, Säbel, Hellebarde und Axt geübt. Die Waffen dienen als Trainingsgeräte zur Erlangung einer optimalen Körperbeherrschung. Äußerste Konzentration ist erforderlich.

Die Yin und Yang-Theorie (vietnamesisch „Âm-Dương“) besagt, dass alle Geschehnisse im Universum und auf Erden durch das ständige Wechselspiel von Yin (negativ) und Yang (positiv) bewirkt werden. Gemäß dieser Theorie existieren Kampfkünste die das Harte gegenüber dem Weichen- und andere die das Weiche gegenüber dem Harten vorziehen. Im Vovinam Viêt Võ Dao bevorzugt man weder das eine noch das andere. Hart und weich werden gleichermaßen eingesetzt, um sich jeder Situation, jedem Problem entsprechend anpassen zu können. Daher liegt das Hauptprinzip des Vovinam Viêt Võ Dao darin, die Gegensätze von hart und weich den Umständen entsprechend wechselseitig zuzuordnen und damit eine koordinierte Wechselwirkung der Gegensätze zu bewirken.

Ausgehend von Võ-Thuat, der Kampfkunsttechnik als Mittel, entwickelt ein Schüler im Laufe der Trainingsjahre die Fähigkeit, hart und weich miteinander zu ergänzen und je nach Situation im richtigen Verhältnis anwenden zu können, sei es im Kampf oder im alltäglichen Leben. Hierbei werden nicht nur die körperlichen Fähigkeiten entwickelt, sondern auch der Geist eines Schülers geprägt. Doch nicht nur das Prinzip der Harmonie von hart und weich trägt dazu bei, die Philosophie der Kampfkunst zu verinnerlichen, sondern auch viele andere Dinge die aus dem Training hervorgehen, beispielsweise Kampfgeist, Mut und Zähigkeit, aber auch Fairness, Bescheidenheit und Toleranz. Vor allem aber die Trainingsmoral und die Art der Technikanwendung prägen den Charakter eines Schülers.

Die größte Schwierigkeit liegt darin, das Ego zu durchschauen und zu überwinden. Sollte dies gelingen, gewinnt ein Vovinam-Schüler nach und nach aus der eigenen Stärke heraus auch an Großzügigkeit und Toleranz gegenüber anderen Menschen. Mit dem Bewusstsein, dass das wichtigste im Leben eines Menschen, andere Menschen sind, liegt das Endziel darin, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Menschen helfen zu können, in Frieden und Harmonie mit seiner Umwelt zu leben und wenn nötig, dazu bereit zu sein, das eigene Leben für das Leben anderer Menschen einzusetzen.

Mit der gegenseitigen Begrüßung, „die starke Hand auf dem gütigen Herzen“ wird dem Schüler im Rahmen des Trainings sowohl das Hauptprinzip, als auch das Ziel des Vovinam Viêt Võ Dao ständig ins Bewusstsein gerufen. Hierbei geht es darum, die Kraft und Reaktion des Gegners auszunutzen, also mit geringem eigenen Kraftaufwand eine maximale Wirkung zu erzielen.

Weltweit verbreitet wurde Vovinam vor allem durch in Frankreich ansässige vietnamesische Flüchtlinge.